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Sitzungsberichte

der

mathomiit Lscli - physikalischen Classe

iler

k. b. Akademie der Wissenschaften

IidUnchen.

TTEM HAS BEEN \gCMCTigfgT STANFORD UNIvasiTYl REFORMATTTNG SEOKW SUL CATALOG FOR LOCATHK

lö79.

flnohen.

AlndmiiKlw Bnobditul:ani reo F. SUaub.

1879.

t* "--Tln'n Wl S. VrtAi.

'•iVoo, ;

; .1 :

Cf!bt?rsioI)l

des InhftItM der Sftzuiif;Hb<-riclite Uil. LX

J«hr)irung 18?9.

fleiTtlirhe Sil£»>l{/ sur Feitr des 130. Stiflungstaffea drr

k. Akademie am 28. Man 1879.

Svita ». Tok^JlT N'BVtologf 12»

ftntiiihe Siliung mr Viirf'rier dts Gefitirfs- und iVoniCTli- ff^Us Seiner Ma/cstut das Jiümifs htuUciff JJ- an i'5. Juli lif79.

!Mi«

Xnmlilra S7»

SHtmi'ff vom 7, Dtivmher iHTfi.

trl«aMi«7«r: 1) U«bcr ii« Mdra iMmvrcB Bronür« Ci B, 1 2) VeWr twci iMner« Siaren mn <1«t Zumuii-

(fÜiÜwaliiiire) IT

Siitwig vom 4. Januar 1879.

IT«R<|: D^twr lUqnmhIiM ilpr DItiUien 1'J

|t.J«ll7: N4<hU»4( w KnnJt« Abbibdlang Obn DrAhang der

pAUriMUMiMbni« In 8eh»»felk«bIcaaloff-DaBipr ... 30

Sittung vom I. Ffiruar 1S7S.

t Scli]ai;<ii< ««il-SftkQniaiiiki: Ali;nW An Ütldei Khiei

•r«v^iiLl"l.ii Un)r|«r« Aduliili mi'. ctldaUniiUB Wurtoii. . .11

SiUung rom l. Muri lf79.

Mabali G«iigwMti*cli« Miubcilun),'«n »ui lUa A^lpw .... iV«»t)i U«b«r dkl WBDDtUdtnai^iTein&K«" <l" PlOi^ltdtcn . 86

dta

IV

Siisujtg wm 3. Mai IS73.

T, Pettenkofvr: VtW die P«nH»UllUU 4w Bodeu fQi Laft TOD Dr. Friedrich Bcnk

T, P«tteokofert Mehtt den Uebcrgtnc ron Sialtpilica in lUo Lnft tOD Dr. Itidot äo^k»

T. Jolly; UeW die elcctrameiMtiMlia Dr*liiui|{ der IVIaiiMtioiw- eb«n< dtf Lklih» in ihn (J«md xm 1. Kikdt omI V. C. RDotgtii

V. J«11jr: ÜeW Rllmiblielw OelwrflhraDg <1m 6aadeo^»wtraiM de* StkksloHt« ii ein Liiüeiwpcctniw ron A. WDIInor .

Vo'fel: Ueber AlMorpttonatäliifrticit ili^r ilmniuaalMfauKai . . .

Nachtrag ntr SiUtatff vom t. Märe 1879. OOmbi-l: UebcrKroptioBanatoriftl <]«säcl>UinniiiilkBiuvonP>Unio aai Artaa und Att ScblamnirDlkuM im Allftneiiiw . .

SalM,

137 140

148 171 I

aoaj

217

Sitamg vom 3. Mai 1879. T. VlgvU: Ucber •It» FMtlilldiu« M d«n nMeni PHim . . T.^Jollf: D>t>«r du GMeti der Spatiakifft« dei gMiUl^D

WMB»rUiiipfn T»ii X. Wlnkelmann . 371

T. Petlenkofür; ExperiiamUlle Uiit«n«olLtiag«n Bber Inteetion

nit itidtlMh«» und indwtrlellcta At>«Bi«er vi<n Dt. Budolf

Kmincrieh

Togtl K. Ur. Wein: Anleitupg »r quutiUtiT«D Auljr)« Iwid*

irirthMbafUi<iiiricliti|t«r8t4iffai»|irakti>diaaBd«pÜnl879 r. HAgeli: tI«bor di« Bc«f|aiig«B MsliutU' KArpndm . . .

S87

3S1

380

Nachtrag tur SxtMung vom 1. Märt lSff9. Volliard: Zw ScMduag d«r 8eb««raiel«Ila i*t ScIiwefelKin-

iMiiivmirniiif* vm ClmiHM ZiMMerinanD 317

Volhsrd: Zar SctMidnDg und BMtimnsjir <Ie* Hknguu . . . .tSS

ftcr SiUtmg vom 5. Juli 1879. Rkdlkofar: Dtbtr OnfulA Bod dunit ntwudte PflaOHn . . 4S7

EliiMBdwpa von nn^MMOm II«. 274. 454.

Sitzungsberichte

knnigl. bayer. Akademie der WisBenacharten.

SitiDng Tom 7. Deeember. 1878.

Mathematisch-pliyBikalisclie Clasae.

Herr Erlenmeyer sprach:

I) Ueber die beiden iBomeren BromQre C, e, Br,.

Tor drei Jahreu babe icb an dieser Stelle') die Mit- theiluDg gemacht, dass Herr F. Geromont ') in meinem La- boratorium durch Einwirkung von Brorawaaserstoff auf Allyl- bromür nnter gewissen Bedingangen ') zwei isomere BromQre von der Zusammensetzung C, B, Br, erhalten hat.

Im Verlaufe der Untersuchung erwies sich das eine

1) SitiDDgsbericht« 1875. 1.

2) Ber. d. deatub. ehem. Oea. 4. (1871) 548. Liebiga Ännalen V-A. 369.

:i) Bei getÄttigte BromwMSprgtofftäQn warde mit AUjlbromDr im ntgeschmobeDen Bohre 10 15 HiuQten im Wuserhoa erhitit. [1879. l . Math.- phys. CT.] l

t .*:•*«• '"AiMg dtr matK.-pliif^ Cloäte mm 7. /JtwMbor /«TA

Amer BromDt« »1« identiseh mit d«n längst bekuiDttin

Propylwibromür : C H,

I C H Br

I C H, Br

währeDd «ich fnr das isomere die CooatitiitioD :

C U, Br

OH,

I C H, Er

ergatt. Dieses letztere wurde demgemäss als Trimethyleu- bromür Ixtxeietinet. Bin Jabr spüter wurde tod Kebotil*) dHB Trimethyleabromtlr noch eiDoial unter dem Namen Brombydrat ile« Allylbromnrs entdeckt. Aach Rebotil er- bielt anfänglich, aln er aaf Alljlbrooiflr eine bot -)- ß« ge* sättigte wiL<tBertge Lösung von Ur II einwirkeu lie«, die beiden i«oinvniu Bromäre nebenviiutnder : dann fand er aber HOKutwgea dnreb Zufall eine Methode, nach welcher nur Trimi>iUiylenbromar und kein Propylenbr'imür gebildet wird. Er beMbrenbt A'w Methudc «. a. 0. wie folgt:

„Bdan leitet gaaJKrmige ßroniwaeaerstoflfüiure in reiueu AlljUIkohnl , der in «ncm durth kalte» Waseer gekfih1t«n Kolben enthalten ist. Es findet lebhafte Absorption und starke ICrwärmung der Flilüaigkeit fltatt, daher die NoÜi- wendigkeit aorgfUtig abxDknbIcii. Na«b einiger Zeit trflbt ttich die Klfi«ngkfit und sdieidet sich dann in xwei ^k■hicht«o, wobei die Absorption des tiaaee immer noch fortdauert. Die untere Schiebt iat Allylbromar, die obere wäasriger, anTerTindertfr Allylalkohol. Üie unt«re Scbi<:ht nimmt auf Kosten der oberen fortwÄhrend m, nnd ea tritt ein Keit» punkt ein, bei welchem «ie leichter ala die obere wird tind

I) Cmpt. r«»d. 74. «13.

SiUmmtfr: Uttn Jit btiiiim ii»m*reM BnmWt C* Ht Bn. 3

»

4tna Pkls eisoiioiut. Mkq nnterbricbt das EiulHtra run BRKnwwBeratoff. «obald keine AlworptioD mehr stattfindet, WM ama Iciebt ui dm, nunmehr uu« dnu Kolben enttrnchen- (kn BwmwMMrrtaH'dämpfen wahrnimmt. Die untere Sdiieht f AH^I'Brom&r) wird getrennt , gewasoben , getrocknet and ifaitinirt Man erhält xnaächst eineo grossen Theil Allyl- hntmOr. lUon steigt das Thennomot«r »nfünglich boginm, «pUcr nkMlier bis gegen 158*0., wo dann ein anderes Pro- dold Qbergebt. Dnterwirft man das 2wi<«heii 1&8- 168* ab««gHii|CTie einer ein- bi« zweimaligen Rectifieation, w> wblU man schliemlich eine bei 16'i— ICt" (corr.) siedende Ftfiangkeil. Dic*e ist da« neue Isomere dea Propjlen- bromürs a a. w."

Da nnn das Propylenbromnr IHcht »uf luidenm Wege roB erbalten werden kann, das TrioiethylenbromUr aber ab AuagsDgppnnkt far die tiewioDDUg einer ganien Reihe DMier Derivate das bSchet« lnt«r«tse bot, so war ea sehr wfiaadieDswerth eine Methode an besitseu , nach welcher M^er ond leicbt reines TriiuetbylenbromOr dargestellt werden kaim. Obgleich nnn Reboul angibt, <Uss sich nach seiner Metbode das ron I^pyl<.iibronifir freie Trimethyleo- bmaiflr nor in geringer Monge bildet weashalb er dieaelbe ancli ejütAr ') verlaasen und der Methode von Gero- tnont den Vorzog gegeben bat »o hab* ich doch, in G«- luetoacbaft mit Herrn A, Kaysser, einige Verancbe angeatetit, DO in erfaliren, üb in der Tltat nnr Tnmetliylenbromar gebildet wird, wenn man aacb dem beschriebenen Verbbren Ton KebonI arbeitet. In 'iOOgr. mit Eis gekohlten Äilyl- alkobol wnnle BromwasserBtofl* eingeleitet. Die Flüssigkeit •chied lieh allmählich in zwei Schichten , welche nach Ver- lauf einigvr Zeit den Pbitz tanscbten. Da bald darauf kww AbaorptioD mehr statUand, wurde die BromOrachicht

I) L'gwpt r*n>L 76. 1270.

mit Ki)lkwa8ser catsauerl , mit reinem Wasser geirasch«!, getrocknet und deatillirt. Die gmiix« Meoge ging beim Siedepnnkt de« Allyn>rnmtlra über, hin war hIko gvr kein UibrDiniir gebildet norden. Es wnrde dqu verMicht dem Alljlulkohol Ao TJel Br U einzuverleiben ah zur Bildoog eines DibromrirN ni'ithi)^ i^t. '/m dt^m Knde wurde ijnnior nur »(>luD(;o Br 11 eingeleitet ab kräftige Absorption >a b«> uuirken war. Dann wnrde die PlOnigkeit in einer gut Ter«töp«clUtn FlaMlie einige Stunden au einem kJilileu ()rt« sich selbst (iberluHscn, wieder ving«]oit«t nnd sofort bi« ab- sohlt keine AiifDahme mehr statt&nd. 200 gr. ÄDjlBlkobol batt«D so 420 gr. «tatt der fUr Dibromfir berechnet«» übS gr. Br H Ra%Mionim«n. Die getrennt« BromEirMchicht wnrde wie beim ersten Versuche behandelt und ergab beim Frac- tioniren neben etwaa wenigem Propylenbromtlr wieder nnr Altylbroniilr aber krin Trimetbylenbroniür. Bei einem dritten Verencbe, wobei da» Einleiten von Br U am Abend unter- broehen nnd am nächsten Morgen au Ende gefllhrt worden war, demnach die Flüsaigkeitssohichten ungefähr 1 2 Stunden der gegeuacitigen Einwirkung aui^eo^tzt blieben, wareu ans 200 gr. Allylalkohol, 378 gr. AUylbromOr, 2 gr. Pro- pylenbromQr nnd i gr. IViinethylenbromUr erhalten worden. Nach diesen «ehr nngKuxtigen Reiinlttttjeu wurden nun einige Versuche angeatellt. um zu sehen, ob es nicht mög- lich sei, die Molekfllo dot Bromwascerstotb mit den Mole- külen de« Allylbromfirs dadurch in innigere ßerfihrung na bringen, das« man beide Körper ga^färmig zusammen ftlhrte nnd dann das (iasgemiach dnrch Abkühlen renlicbtete. !•> sahwebte mir dabei freilich auch der {jwlankc vor, Ana Brom wflrde sich wie bei der Einwirknug von Halc^nen auf daiupSTinnigrji Toluol etc. an das wasaerstoflVeJchstc Kohlenstoflatom anlagern. Wir schlugen m diesem Zwecke das folgende Verhhren nn, welches Nohoii in der Inaugural- UiwNTtation ron A. Kay "«er') heschri'-bfn worden t»l.

1} HtodMi bei Th. Ickamaaa inih.

tfUmmf^rr: fT*ker A< hfidtf iutntrmt Bnmürf C* Ih Brt.

ft

I

IVtwlMMi MlylbrotnDr wird in tine tnbulirtc K»tort« fvbrKht. dureli dtnMi Tuhulu« iJm mit d^u Br H Eat- wieknlaDgmppuitt verbundene Guleiluof^srohr so eiage- Khn irt. iUm m OWr iloni PlQotigkmtMpirgH mOndot, die Ratort« wird mit «ia«m ni5f;licliKt Iad^imi Ktihlcr vorhaaden- Ml wvlrJieii eiiip tnbalirtv ktlhl gi'baltcue \'^orlag(> angcfllgt st. Snliald diu aof (l«fii Wnsserlwd erbitzte ADylbromUr ■■ dcMtillirm be^uut. wird trocken« Broinwaonerstoffgiia «iigllgitvt, M dan m mit d«m dampffSrmif^ii ÄUylbromllr iHMBiiiwiliilTT Dm unverbniaoht entweichende Bromwasser- #*>ffgft and mitgtriilMne» Allylbroninr ({eheu durch den Tobolsi Atr Vorlag in ein mit Wi^sw-r gelnllt«8 (i«ßLa*.

& wurden so 375 gr. Allylbroatür wit-derbolt mit BroonmMntofl)^ dwtiUirt- Nacb zweimaliger Destillation Uäbea in der !t«tort« «oboii 1U& ii^r. eiiiea auf dem WasMr- Wd aidtt mehr nlwrgebenden Bromflrs, welches berau»- genomm«! wurde. Nucb abermalii 2 Deatillationen blisben 130 gr. Bsd der R«it blieb bei noch weiteren 3 D«wlilUtiouen Wa auf 40 gr. zurück. Alle RUck>it£nde sebnt den zuletxt •otb BlMrge(faug«n«D 40 Rr. Bromar wurden mit Wosser- ^upr deitjllirt. Am Bromiimcbicbt gewaacben und dann and äorgftlligst« vor dem Practioniren gcirocVncl. Es wardvb daran» bei der fracliunirten Üestiltation 312 f{r. TriaHrtbrlenbrointb' , 75 gr. A1l>lbroniflr und noch 8 gr. BOokriand erhalten. Uie gänzliche Abwe^enhvtt von Pro- frlanbrOTDfir wurde »ocb dadurch nacbgewie«;en , daas die •tWB 6 gr. beirDgeitde Fruction von 12U 1&8* mit Ubei^ iBh*<f^g*m wetngeiütigem Kati derart erhitzt wurd«, daai dM wtwfliehradr Cia« eine ammoniakalische KupferofalorOr- HmBf; {Hunreu musste. t> vntwtckelt« sich keine Spar von AllylengM; diq^en war der Geruch des AlljIHhyl- itbcf^ anverkirnnbar zn bemerken. Der Br 11 Strom rfimt ttn« vrbcbliche Menge ron Allylbromiir durch die Vorhkge nlt flieh fort, daher die im Verh&ltnbs zum angewendeten ADylbromttr nngfinitige Antbeute an Triroethylenbromfir.

frwNf dtr miith.-phjf». Ctiute ma 7. Dtnmbtr l678.

Statt der wiederholten Dentilbtimioo varde anch vcr^ sQobt , da» Allylbromrir um Bn^tvigonden KiDiIlt au er- hitzen, indem ma Sbrotn Br EI durch den Apparat geleitet wurde. Das Reaaltat war gaax das gleiche wie beim zner«t beMfariebeneti Verfahren. B.f sind nnch dien-n Mrihodni bmODden nach der «rateren mehrere Pfund reines Trinie- thylenbroroUr dargeatellt worden, and ich hielt es fOr nn- xweifeilutft, d»»t jeder andere Experimentalor bei Anwcnd- nug unserer Methode gleich gOiutige Reenltate erhaltea wiLrde wie wir. Dem war aber oicbt ao. In dem tjsbo- rattihnm von Prof. Markownikoff hal Frl. Lermontoff ') nach anservr Methode Trimethylenbrooiür darKiutAllen rer- sucht, aber ee gelang ihr, trotnlem dose die Dertillatiou TOD IM) gr. AUjIbromtir in einen oonstanten Htrome trockener Br U Hänre achtmal hintereinander wiederholt wurde, niemals , von der angewendeten Menge AltjlbroinQr ftDCli nur '/to eine« Produkt«» zu l>ekonu»en , welches sie ftb TrimethjlenhromUr (.Tkennen konnte. Frl. Lermontoff kam danach zu der üeberaeugong, dan für eine volUtandigo Umwandlung tou .Allylbromllr in Trimetliylenbromllr eine weit höhere Temperatur erforderlich nei. was auch mit der Ton Markownikoff*.! anogn^rocfaenen Uemitxmämigknt in vollkommenem Einklang stehe.

Sie llttigte den^emäA» Allylbromflr zunächst hei einer

1) Markownikoff ngt (Onnpt. read. 81. 0>):

,J<arMi«' i mOltealB hob ukmtt C, B^ X «"ajoat« na wtre ^«UtiM moMcnlairf T Z i dm tampintara buM. rät^raont m W (roope ü piM nl^tif T M eoxnbiiM atec tUone do carboH nwiai hjAn- gtai, an a*«e odsl qni ttait d^ja an liaison dit«ct« aree ^nclq«« iU- nant n^aUfi insia, i de« tanpfottwat «oararaUremcat plu haut««, c'cst rfUatent Z. q«i ae Am nr carboM ü mnAat Itjin^i, e'att- a-dire qM. pour nitate mibatancea. U räietioa pread an« mardta tost i bit, ofipaate a la premiära,

2) UaUK'a Anaakn I8& ÜS6.

«

Brtmmfyrr-. Vftrr itir hftileii iminmvn Bramiirf C't //• Sn. 7

«tar TDn 10 bis —16* mit trochietn Br H und «rUtst» dMU In «Jneni iugcschmolz«nni Gvß« 24 Stnodea bsK cwitdieB I6& ond 170*. Ea ergab sieb, da« die gunzv Mmm Hm bocbnKlmd«]) Produkt«« &st TotbtSndig reioiii TriBi»thyt*iibroniOr tnit einer genneeti Beimengung ron

IPropylvahfoiii&r war. Ein Drittel des AUjlbroniCtr« «rar sawrboBdtQ gcbli^ni KUr die (ImwoniUnng drr gansen y«og« AUjFlbromüra genügt« «§, dit Plnnigkeit noch ciDo»] mit Dr R tu lUltJgeD ond wieder 24 Slunden lang iBvrbttaeD. Krftaleio Leroioa t»ff Kpriclit die Meinung aan, dMi iNBD n ohne Gefahr tod Explosion mögUcb geweeeo «irf, die Teru|ieratar noch hdber ta stHgeru, die g«riiige Bnmo^ng von Propjrlenl^roinQr bitte TcrniieileD w«rd«n k&BDCD. Denn bei ihren ntebr&cb bei verschiedenen T«m- pcnturm angestellten Versurtien habe nch ergeben , dua

IdW Menge dn Propjlenbroiniirs mit der EroiAdrigung der Tcmpnmhir rtelge. Ea iflt nnn natfirtiob, daw ich in Folge dieMr Angaben, wridw neh mit nnseren ErfnhriingeQ nicfat in Einklang fcAndao , xonlcbst eine grtindlicbe Prüfong miHerer Dar- «tcDaaga- Methode des Trimetfajlenbronifir« vornahm. El «|»b rieb dabei «ehr ImM, dass trir einen fßr die HQhe

►4«r Aosbent« an Trimeth^lenbromUr sehr bedenttamen Onatend fOr irrelevant gebalte» und desshulb in uoMrur BfMrhr^bung nicht besonders erwähnt hatten. Wir fnbrtea aftnlich unsere Dentillationen nicht wie Frl Lermontoff ^r btsteninander auit, Mudern Hessen da» Deslillitt mich jeder ^■Dwtillatiim einige Standen oder gar Über Nacht in Asm ^VaM Br II gefBllt>-n Apparat l>ei Zimmerte mperator stehen. IVs» wirkte naltirlich »owohl die in dem AHjlbromfir geliüft« ik aacb die noch garf&rmig vorhandene Br H SCure länger ala iliM« bei der Deatillation möglich war, auf das Alljrl- bronOr «in Fo!gi*nde neue Versuche werfen die«« Ver- lUlteiH« deotiich machen.

Sitiimg der MotA.-jtAy*. Of<u*f vom 7. Dttfmbrr tSTS.

I

I

Ala wir 180 gr. AUyIbroniar 6 mal naob dnaader int Strom« Too Br H 9b«rd«stillirt Itatira. vrarde einx Probe des Destillat« bfirausgimoiiiinen und sofort gt'wwcch«!!, gv- trooknet und deatillirU Sie enthielt 9N Trimetbjlenbronifir. Bin« »weit« Probe de« Datülat« 12 ätundeo in einem mit GlaMtöp«! verKhtoBienea G\»xt stvhfii gebsaen eijiab 1&%; eine dritte Probe desselben DeRtillat« 12 Standen im Apparat stehen {^luera, enthielt 22*/o Trim^ithylenbromär.

Bei einem 2weit«it Versnche wurden 220 gr. Allyl- bromfir im Br H Strom 4 mal in der WetM destillirt . das« das Destillat nach juder Destillation 12 Standen in dem mit Br H angeOlllten Apparate belaasen wurde. Wir er- hielten dann aus dein mit Wasserdampf deätillirten and ge- trockneten Prodakt 54 */» TrimcthylcDbromfir. '

Nach diMm Erfahrangen dringt« sieb b<igreiäiohef weise die Vermathnng aaf, dass die Destillation ganE Qber- Sttmig »ei, dase w uch nur darum bandle, einen IJeber- KboBS von Br H bei 30 30*0. mit dorn Allytbromör eine gewiase Zeit in BerQhrang zu lassen. Deshalb wnrde aina Verfluch in folgender Weise aosgefUhrt. 76 gr. AllylbromOr wnrden in einen engen Cyliader gebracht, dessen üoffnang mit einem doppelt durchbohrten poraffinirten Korke r«r-l schlössen wurde. Durch die eine Bohrung ging bin auf den Bodeo dee Cylinder« das Winkelrobr, welchex den Br H SQleitele, durch die andere Bohrung war eine -tOcm. lange unter dem Spicffc) der Flüssigknt mOndende ^tteigrAhre ein- geMhoben Dan obere Ende dieser letzteren war mit einem absteigenden Kahler verbunden, an dessen AuhHoa eine 0 förmige Röhre mit gesättigtem Br tl angefügt war. Aal diMes U Rohr waren mehrere Woulffe'sche Fhiechm mit WuMT, (über deseeo Spiegel die VerbhidaitgsrBhran mttiK det«n,) angehlngt.

Es wurde nnn die nach der vortreffiiehen Methode

n

KrUfmtffT. fSttrr iii< btidtm üooKrvit Brvmärr (^ tU Bn. 9

TOD Fettig *) va 300 gr. Brom dantellbiire Meof^ von Br U ia '■liy"*f" Strome dnrch diu« AlljrlbromUr geleitet Alt Dach «twa 4 ätODdun die Br U Eotwickelijug aufbSrt«, wnle die B&lfle il«s in dem OjlJnder entJuilteneo E'rodukts •olort mit WMavrdiunpf degUIHrt nnil gotrockoet. Die ■DiUr* U&UU verblieb Ober Nacht im Apparat und wurde dMin «nt weiter verarbeitet. [leid« Portionen wogen naeh den Trocknen xusummeii 95 gr. Es wnrde jede far sich ftaetionirt und da beide zwischen XWi and 166" übergingen, •o aithieltvu sie weder FropyloubromQr noch unveriiudertes All;]broaiär. Vom letzteren waren wie sich leicht bercch- oen Hat oahiun 21 gr. dorcb den Br H Strom fortgefllhrt, Sbrigea 56 gr. aber bd eiuer Temperatur von etwa SO* C in rnon Trinietbjtenbromür verwandelt worden. Schon ««g«D jenes Verlostes , aber ganz besonder« desabalb iml S mal soviel Br H, als zur Uuherfuhrting von 7ti gr. AUylbromllt in TrimethyleahromGr näthig gewesen wäre, wordeo ist, kann diese Methode natfirlieh keineu auf den Namen einer vortheil haften Dar- Itellongs- Methode iW Trimuthyleiibromflni machen. Der Vtmch wigt aber nniweideatig , I) dasit dir von an« ■ngtfrandet« DmtilUtion oder Krhitxuog am aiifVt«igeod«o Kflkler *ua Allylbromür in einem Strom von Br H Uber> flÜKig ist. 3) da« die Hildnng von reinem Trimethylen- illr (ohne Beimengung von Propylenbrom&r) »cbon bei Tam;ietB(nr von Statten gebt, die etwa 140** unter d«)Migeo liegt, welche Prl. Lerniontoff angewendet hat ood welche nA«h ihrer Ansicht noch nicht hoch genng ist, OB dir Bildung von PropflenbromUr vollständig zu ver- mmAmL Ea war hiemuch begr«-itl icher Weise von Intereoe, die b«raontorr»cheM<>tJliode selbst, bei deren Anwendung 1^ koa AlIylbromQr verloren geben kann, 2) eine relatir

It LkUlP Aanml. IHt. T4 AauerkBiif.

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atniHj) drr mtilk.fk^ (Von« WM 7. DsenalMr Itm,

kleinR M«iig« von Br H »forderliGh irt , ein«r PrUfung tu unterwerfen, am zua^tu, ob sie, wie FrL Lernuntoff iii<int, zu noer Toribeübaften DantolloDKimethods Ata TriiuFtliTl«D' bnHnOTB geeignet «ei.

60 gr. troelinea AUylbroinUr wurden in einer Rin- «ebmeln-Qhre bei— 16 bis -19' mit Br H g«8äUigt, <lftnn die Röhre xogeechmolsen and '2A 9t»n<t«n anf 160 170* erhitxt.

Nach detti Oeffnen der KBhre wurde die Klöwigkeit von Nenero bei —16 bis 19' mit Br H gesättigt und wie früher 'H Stunden erhitzt. Der RBbreninhalt wurde dann zonächri mit Wasscrdiimpf destiltirt, Obj« Bromür ge- tro<:t(net und Diebrfach fmctionirt. Es wurden wieder ge- wonoeo 34.2 gr. AllylbroniÜr and in 100 Tbeilen des ent- standsneD Dibromflrx wiiren auf 92,7 Propylenbromllr 7,39 Trhnethylenbromflr enthalten. Bei einem «weiten Veniuche wurden 60 gr. AII,ribron)ür zanichst wie beim ersten Ver- Boebo behandelt. Nach 24 stQndignn Erhitzen wurde ilor R^hreninhalt auf dem Wiueterbad de«til)irt wobei 37 gr. Dbergingen. [>ac Dortillat wurde wieder wie rorbtr mit Br H gesättigt und 8 Stunden bei 160 170* erhitzt; jetzt destiUirten 24 gr. auf di>ni WaAwrbiu) Aber, weli^he wieder wie vorher mit Br H gi-siittigt. und t^ Stunden erliit/t wurden. gingeu dann auf dem Waaserbad noch 15 gr. über. Nach dem Reinigen und Trocknen wurde der RSckstand nammt dem auf dem WushtInu) erhaitenen Dcetillat mebr&ch &sc- tionirt. Wiedergewon neues Allylbroroflr 27 gr. TerbUtBin von Propylenbromdr ku Trtmethjlenbromflr 74, ; 25,5. Uiera Resultate stimmen wenig mit den Angaben von Frl. L. wonach bei einmaligem 8ftttigeQ nur '/> des .\UyIbn>mfirs unverhnnden bleiben nnd fitr die vollstiiidige Onwandlung dea AlljIbromflrN in Pibromllr eine xweimalige ^ättifping genügen roll. Diese aehr erbehliclieu Unterschiede iler Lermontoff'schen Reenltnl« von <len nmrrigen kann ich

Srti-mtutr: üehrr die beulen iMmerfn Brwaärt H* Bn. 1 1

V

aar durch die AnDfthm<> erklären , das« die Oefäase in «ikbCB FrL LermoQtoff die Keactioii Toriiahm, Dber der Fltaügkeii ciii«D Brhr groneD fietaa Kunm halt«n, der neb ■it Br H Ou aofnllen konote, sn dua also aosser der ge- Batm ooefa ein bedeutender Uebenichiun von gasförmiger Sar* Torbasdra wmr; dann li«BBe sidi auch wobl Tersteben, iam FrL L. ein gSoHigere« Verbiltobs roo Triuitbjlvn* Wamftr sn l^rop^lenbruniSr erhalten hat, als C8 mäae Ver- •Dcba crgtb«.

Da iniltwm aacb unter den H&iiden des Fr). L. Pro- pflcnbromOr gebildet wnrde and ich mich nb«rz«agt habe, daM dio TollsUtodi^Trennon^ der beiden iH>nierea Bromnre na «nander eint- aehr häotig wiederholte fractiouirte De- rtiOstion erfordert, die nicht ohne Verlust durch thfilwetae Zvrvptuiog anKzi]frihr«n ist , so habe ich weitere Versuche ntdw LflrmoDtoff'Echen Methode anfg^gebea. leb glaabtc hmß xaa so dier tboD ^n kj^nnen, aU mir die Erfahrnog, «efeli« ich oben mitgetfaeilt habe bostimmt« Fingcneige fflr Aa Ennitt«lDng einer vortbeilhaft^u Darstel längs- Metliode voB TrräMtbjleabromür lu bieten schien.

Ka handelt« sich ja eigentlich nur noch <Urum, den Terliat. an AUrJbromfir zu venoeiden und die Iklenge des sa Tcrwendeoden Br H möglichst zu verringern. Denigv mim wnnli? der oben b««chrieb«Be Versuch in der Art ntrüH. da» man die Steigrohre bis über einen Meter ver- Itagert* and immer nur so lange Br H in das AUjlbrorofir sialciM», bis die Blaseu am oberen Ende dos Steigrohrs UUD Vorscbeiu kamra ; dann Nhloss man den Br U Est- wiclwIntlga-Appiirat ab nnd wartete bis die Flflssigkeit in dan SU^ffohr bis auf das Nirnu im Cylinder faorabgesuDken nr. Ona war oscb dem ersten Einleiten resp. Sättigen U eisei' Temperttttir roii 'iO" tine Zeit von 24 Stunden irfenlcrlich : in derielben Weis» wurde noch 5 mal rer- iÜU*D. Nach dno let«teii Einleiten sank aber di« Flösaig-

SÜtims der ■MalA.-/Ayi^ Vtatw tarn 7. Ht^^abtr U7S.

keit innerhalb 3 Tagen nur sehr weni}{. Der Versach wanle do^bitlli nnt«rbrochun , ttor (.^tinderinhKlt sontlohit lof dvm WofiMrbad destillirt. wobei 05 fp-. ObergiDgen. die nach dem Trocknen wieder iu derselben Weise wie obw be«ebri«b«n mit Kr H behatidoU wurden. Nach wieder 6 maligirni Etnlnteo innerhalb 4 Togen wurde der Versueh beendet. Beim DeiitillireD auf dem Waaserbad gingen j«M noch 21 gr. aber, welche nicht mehr weiter rerarbeitet wurden.

Die beiden BdckHändc rou den Destillationva auf dem Wasaerbade wnrden, nach dem DMtillireu mit Wasserdantpr, getrocVnet und 4 mal hactionirt. Em wurden «o 90 gr. Trinittthylt^ubromUr erbalten. Die nmle Fractiou von 70 8'|0 betrog noch 12gr, so daas im Ganzen 66 gr. Allyl- br\iniür (uDRerPcIinet den Antbeil iler rom entwdcheudaii Br H forlgefiihrt wnrde) Eur ReactioD kamen. Diou hatten liefern uiüaw» llOgr. DibromOr. Die Praction ron 85 160 etwa 8gT. betragend, erwies »ich aU ein Gemenge von AII5I- bromtir and THmi-tb^lrabromUr; denn sie )ii<fert« mit Sber- Kbüiwigem weiugeistigen Kali erhitzt keine Spar von Alljrlen* knpfer, Zwei weitere Verauche die in fibnlicher Weise je- doch bei einer Temperatur antn- 12* augeotetU ward«n, lieferte» eiin' wftniger günstige Auübente an Trimethyleu- bromdr <md nehm diesem etwa« Propylenbromllr. U#)ier- di«fS war eine grossere Menge von AllylbroraSr uBTerbuuleD gehlieben. Man aioht daraus, da» man unter eine gewiaae Temperatnr nicht herab gehen darf. Die« leigt« sich aach b«i der nun folgenden Veraachsreihe-

Nach den bitiberigen It^rfahrnngen hielt ich es fllr ntSglich , die Methode »0 weit sn vereinfachen , dan man di« Bildung des Trimethylenbromüra in ebem aät gut •chlieaM'ndeni (ilaflatÖpM) ronteheDrn Glaae bewerkatelligen kOnn«. Kb ward« denhslb AllTibromür in drn wolvhen Gliaeni, die zur H&lft« gefBUt waren bei einer Temperatur

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Eiitmmfftr ^ Vtlirt dit htiAen uomrrnt ftmmArf Ct H* Bn. 13

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16bM 19* C mit Br H genttigt. Dbdd ward« im TollKtlndtg pudicht seblieesende Stdpflel nnlgaKtzt nttd «it «inn- |{engiiet«n Klammer fp9tgi.>bnlti>ji. Di« Gläser wordMi tiwnraf «m der Kält«TiiiBcltDng beraaa^nominen ; du rio« (I-J l»i «n« TeiP|»w«tMr Ton lu* im zeritt««itmi UdiU >t«beo ßclamcD. uid«re (11.) wnrde den dinwtoD ä<i«iiei»ti«hl«i, das dritte (III-) wurde im Dimkolu dcruolbßii Tmpcratar (36 40") nusgeeetnl , aaf welches das in der Sano0 ttdwade dunh die äonneniitrablcn «rwörmt wtird». S* oft noD Tan dem anfgelöxten and ron dem gaNformigen Sbar <l<r FlOaiigkeit befludlichon Br H nnter den eotapreclien- dM tMiogm^u aorie] in Verbindung getreten war , da» dir GhartSpMl beim Loften der Klammer nicht mehr ge- hobtAt BOoderD aingefogen wurde, B&ttigte man rascb wieder, mtm AbkGhInttg aaf —16 bis 19*C\ mit Br H. Ver- web IL und in. rerliefen im Weaentlioben gleich; onr war Ü» Verbiodnngdei eingeleiteten Br FI bei III. meist rascher roHaogm. «wil die Temperatar constanter erbalten werden haaofe ab hei II. in der Sontie, bo dasa bei III. das Ende im R«MtiOD achon uitch :) 'l'V'^^i lx^> "■ *^>^ ^^^ i^sch % Taftm «rreicbt war. Die Ausbeute an Trimethylenbromilr, du m IwidMi FUlen gani frei war von Propylenbrom&r, latr^ bei II. 9 ff« Ton der tbeoretiwbeD, bei TU. nahexa 100",',. ZoBächrt ergibt sich aus diesen beiden Versuchen. dM* bei n. niclit die Liebt-, »ondern die WSrmeHtrahlea d«r Sosae gewirkt faaban.

Tersuch I. verlief Jedneb ganz ander«. WUhrend bei U. in 9 Tagen ron 100 gr. Allylbromtir 63 gr. Br B g«* hondMi worden waren , hatte in I. dieselbe Menge ÄII7I- InmQr in demelbeD Seit nur 28 gr. aufgenommen. Von den xaWtzt eingeleJteteD 4 gr. Br H war nach 8 Tage laagvni ftteben ao wenig gebunden wurden, dass beim De- •tiUima aaf dem Wasserbnde neben Tft gr. BnnnQr anch Br H Dampf Aberging. Der K8clcatan<l von diewr Deetil*

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SilMmg lUr mtak.-fky». CUt**

7 DtrfwSar tf7&

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irtoeU"

ktioo nioädut mit Kalkwaner deatSKri, 4uB getrocknet nnd fraetioniK ergab Dur 16.5 gr. Ti iiiwIlijliwIiiiiiiiHi und Bftbeni 6 gr. etoer Fnetnni tob 137—143* £e lebr räch »n Propjleabromttr war nnd uamuAan xmA 9 gr. broiDDr.

Mftn hnt iIi-mgeniiM ohne ftllen ZveifH die to: luft«8te Methode der Darstellaog vod reinem Trimetbjlea- ^ bronar, wenn nun ntefa Venucb HI. reHUirt. ^

Der Tollatändigkeit wagen habe ich «och noch He Hetbod4r welche in neuerer Zeit Reboal und die weiche Bo- gomolez fOr die Darstellung von TrimfÜiylenbroiiiSr em- ^ pfobleo hat . in d«D Kr«ii meiner Ontersachnng gMogao. ^| Rebon] ') ist nach »ielen Versnchen beim folgaDden Vw- ^1 fahren «tehen geblieben , welches ihm die beate Aiubeute liefarie. In eine Anzahl von BailoM aus dickoa Olaa Migt man je I. Vol. AÜTtbromOr nnd 3''t VoL bei -^ lO" ge^Uigter wilaMriger lÄi«ung ron Br U ein , acbnülat die Ballons vor der Lampe zn and erbitit ne nueh in ein««i Wanerbad anf 100". Man llnt sie 15 Minnten im siedenden WaaMr TPrweQen. nimmt sie dann henm nnd Hast er- kalten. Das gefUrbte Od, welches nahezn das >p«c. Gewicht der übrig gcblivbenen Br H LTicnng, hat wird von dieser getrennt , gewaschen, getrocknet und destilbrt. Bo erhielt ^m Bebonl Ton 290 gr. Alljlbromär folgende Fractioncn: ^| a) 160 165 gr tob 70—140", b) SOgr. ton 140— 160".

c) 25gr. 160- 163", d) 135gr. Ton 16S— 170", e) 25gr. 170—185". Die tatxU Fraction ging bei nener Deitillation fast ganx ?on 163 bis 170* Qber ond wurde mit d Tereinigt.

Bei der wcitereti Reinigung durch fnctionirte 1)e«til- lation wurden 160 gr Trimrthylenhromür vom Kiedepnnkt 163—165* (oorr), und 60- 66gr. einer Mischnng vom

0 Anal. cMm. pb;i. [Ol U. 4*».

Erlemmttfir: t'iifr Ar bnJri' ttamtrrn BromHrr Ct II* Bn. 15

Swdapuikt 143 163 erkalteu, riu wolchor nun noch «ioc ywiwti Qiuuttitit gew&htilicliea Prop^-lenbromär iso1ir«n inaat*. Mdwera uidtr« OjHHiitkiDaD erKaboo Dah«itii dieMlbe Ambni0.

Bti emem V«nucb, der mit 40 gr- Allj-lbroinflr, gßtma Bftcb der Vorschrift H e b o n 1' s aQ»gefDhrt vrarde «ntH iHcb mthrfachem Deotillireo foLgeude Fractioiien e^ btiteu worden:

«> 33.8 gr. TOD 67— 75« bj Ogr. von75-130», c) 3.4 gr. 130-I52\ d) 7.2gr. 152—170".

Nach dwMtn Vsimcb« ist, wie es scheint, diu Verhilt- BtM di<r DibfomQre mm navfirändffrtru AUjlbromSr wvaignr g&Bttic sbcr du) Verbiltaiss Ton TrimethylenbromUr xa IVopyleiibromDr Bcb«int diuscdbc oder ein uocfa besseres za Mio , ftls Beboul'B eigenen Versacb«n. Doch lämt neb du hoMmn nicht entMheiden, da Bebonl dieFrac- tioD bis 140" oicbt w<^itcr verarbeitet hat.

Di« UeUiode ist indes«. abgeRehen von der grösseren ImU Tun Operationen, w^he sie erheischt, »eben denhalb ntifindlinhirr aU die meinige , weil das Product i-in G e - nsag« ist von den b«ideu Dibromdreu mit noch unver- indsTtaai ÄUylbromiir.

..BngomoleE empfiehlt" wie w in einer CorrcepoD- daut der Bericht« der deutschen ehem. Qesellmbaft ') heisst, ,^ar Darsteltang TrimelhylciibnMiiar« AUjrlbromflr mit \m 0* gMittigter wässeriger Br H in zng«eebmol«men BftbrcD 3 4 Stunden lang auf 150° zu erhitzen. Dies« V«r4lbreo soll beinahe absolut reine« TrimeUivlenbromfir oad aar liiwsisl wen^ unTeriodertee Alljihromür nebst Bber 160" siedendem Product geben".

Bei »w« Versnoben mit je 20 gr. Alljlbroraür wurden \m Anwendusg von .50 gr. hei 0" gc^ttigter Br H Säure

II 11 ivmt I2&T.

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S'tmuf der math-'pliipL t'liuMf- twm ?. Dtftwiber t8T8.

14,3 gr., bei Anwendung von 60 gi. derselben ^ure l!},3 gr. einer Fimction von 138—148*. sowie resp. 3,6 gr. und 4,9 gr. einer Fraction Ton U>4— 168" erlmlten. Klrine Mengen d«r rosp. Fmetioncn 138—148 gaben bedeutende NiederschlSge TOD Allvlenkopfer. Hiernach scheinen die entitandenea Produd« mehr Propylenbromür als Trimvthylenbromür ent- halten XU haben, m> das« auch dieses Vi-rfahren sieb kanin KU einer rortheilhaften Daratellungfinethode ron Tri- QWtbylenbroniUr eignen dUrfle. Zorn SchhtRse will ich noch trwähtien, äwn ich ein« Kvihe tou Versuchen bei An- und bei Abweeesbeit ron ADylbroniUr und von Bromwaaserstoff angestellt habe , am xn erfahreD , oh anter gewissen Be- dingungen, becondenbei It&bercnTcmpcralnn'n Trimethylen- hrot&Dr in PropjlenbroniUr uder dimea in jenes umgewandelt wird. Efl Ueas tidi aber in keinem Fall die Umwandlung aneh nnr ein«t kleinen Bruchtbeils de« einen in da« andere DibiomUr constatirea.

Nacbdem ich jetzt eine sehr grosM Anzahl von Ver* «Dcben Ton weichen ieb nnr wenige oben beoohrieben hab«, in ihrem ganzen Verlaufe ta beobachten Gelegenheit hatte, glaube ifb folgende ErfahniDga^tze ftassprechen zu köoneu :

1) Die gaiuiUgsten Bedingungen ftlr die Trimethylen- bromürbildiing »ind

a) Erhaltung des gri'^Rstnifiglicheo Verhältnisses ron trockener ßromwaxserfitol&Snre lu trocknem AIM- llHrointlr, bis die Reaction beendigt irt oder onter- brochnn winl.

b) Kine Temperatur ron 30— 40» C.

2) Es wird um »o mehr Propylenbromür gebildet, je rm* dOnnler der Bromwaoaeratoff durch Wawer oder durch Kchon gebildete« Triroethylenbromflr aui Allylbromflr einwirkt. Wenn die durch nnflnglicbe TrimethTlIenbromürbildang herrorgebrachto VRrdflnn- nng einen gewineu Grad erreicht bot, so tntt alW

r: Slw<tim'mttrfS4umf.d.ZuMaMmf»seljttttg0tnHOi. 17

ootäi vorhimden« Brll. and zwar bei niedriger Tcin- p«n»tur whr Uagm», bm hohi-r Tcnipcrutur Kiomlich raaeb, diu- I'ropyluibrotiißr InldiJtji] mit dem Alljl- bromBr to Verbiodaog.

Aoob bei Temperaluran zwiachen 0 nnd 30" «oiri« Bh«v lOO* wird iu hinrciebtud coiici>ntrirt«i Br H LflrangeD immer ment TrimethylenbrotsUr geliildet; die Prop.vlenbTomUrbildiinf; »cheint jedoeb bei ni»* drtgeo TciDponluren scboD in weniger rerdOnoteD Br n LöHODgen als hei hohen Teuperature» 2U be- pnocD. Di« Anlagfrang dm Broinwaneratoffs an das Alty]- 'Womär im Sinne der Triraethylenbnnndrbildung ist dem- ■aeb nickt lowobl durch die highere Toroperatar, wie Mar- kownikoff ntf^iot, sondern vielmehr dorrh die grSssere NaiM von Bnimwasiterstoff bedingt, welche dem Allylbroiutlr iargAiAen virtl.

2) Ueber zwei isomere Säuren von dor Znsamuieusetzong C, U,^ O^ aus Diä- Ihylfrljoolsfture. (Oülthozali£are.)

(TorUnfige Notix.)

Bd weiterer Verfolgnng meiner üntersuchnngen Über HT<lroxy«fiiiren dT Fettrciho hat sich ergeben , data taefa am Diäthylgljcolsäore dnrch trockne Dextillation eEnt idrr Aeth^lcrotoiuturo Ton Prankland und Duppa ver- l>i«d*ne miL dicaer iftomere Sinre bildet. Während die kjkmtonsäiire leicbt in schonen bei i'2* schmelzenden ]|«a erhalten werden kann, stellt die isomere Sänre i 19ä" Htedviidea Oel dar. ilna nlbA bei —18' nicht winl luid ganz andere äalee büdA, aoM welchen sie anrerändert wieder abscbeidea länt.

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8iUmH9 lUr ■MfA.-jufcy*. Ctiut mm 7. iMtember tS7a.

Bringt man ftl>er die Ölig«Sänre mit rnuchendcr Broni- wuMnttiffiiäurL- zummmen , so rerwandolt sie sieb alsbald ' in die Geet« Äethykroton^are. Dieselbe DniTrandliuig er- ' f^irt sie, weiip mnii «ic Rtit verdünnter SobwefeMur« «r- hitxt, desabalb lägst sie sieb aocb nicht al« solche mit eiaem (teuiHcb von cbromNi(ir«ni Kali und SchwefeUiitre oxydtreu. Vitmo sie mit einem ffolcfaeo Gemiscb erbitxt wird, so verwandelt me sich zunächst in Apthylcrotonsäare^ Bringt man die Slige S&nre mit Kalibjdrat, da» in ni&glüllMt wenig Wgw^r gelöst i«t tusammeu. »o bildet sich eiu« Seife, die beim Erhiti«n eino grüne Farbe annimmt. Kersetxti man dann eine Probe mit ^>chweteUäare, so erh2lt man die nnveri&nderte ölige ^ure wieiler. Urbitzt nuta aber die grüne Seife weiter, »o Terliert sich die seifunartige Bo- ackaffeDheit nnd die grQue Farbe, and die farblose Maase RohmiUt »cbliGsslieh guux rahig. >Siv enthält jetzt du» KaliuDinlr. der Aetbylcrotousüure , das sieb bei weiterem ^cbiiielKen wie Frank laud nnd Duppa »«Jmn an- gegttbun babeu in buttersaure« nnd emgaaures Sah »paUrt.

VitfH: lUbtT SäuftTtaktiou drr Blalh*».

le

«bo^ *MD 4- Jmbu 187».

Bmt Vogel trtgt tot:

„Deb«r S&urereaktioD iler BlBtlten".

Nkch iIpb Angulien »on Fretny n. Cloez ') iwigen die äUlr «llfr rutbm oder roffarotheii Ulüthru !«aun> Kraktion. «ähren«! An Saft« der blauen Bldtbea immer neutnl, nHaoUr sogKr tebwaoh Alkali<)cb ro^preu. Zu dieftem It«- nlMo sütd ni< Jnrcb die Uiit^rsuehung d«r niei«t«ii tm hriaar Maseam gexAgeoea rotben und blaueti Blnmen ge- kagt, eine Annicbt, die in die Lebrbdcber der Agri- aihorcbemi« nbergHgangen iat.

HMdurcb bsbeicb Veraulassnnggraommon, eine grönsL-r« Jirag* vwMliiedeD geftrbter BlfltbeD in dieser Hinsicht tu SBtennicbeii , xuDscbft nur detubulb, um mich Ton der RicbUgkeit der bphaapt«t«n Tbataache darcb perfttSoUche AEwh""""g Vi Hberxeogen. Anf nein Anüncheu hat Herr frofueor Dr. L. Raab eine größere l{«ibe verecbiedon gc- ■fM«r BlQtbflD anf ibre Reaktionarerhaltnisae geprüft.

1) Jaafsel (ir pnktiKh* Ctwni« B. 62. 8. 269.

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SUiKny der MafA.-/>fcyf: Cftwit nun 4. /«WiMr 1878.

Im Gani«!! rind 100 Arten nümlicb S9 Mkm-, 44 6 riolHtc und «U «rgSnuii<l o<ler tufiillif; li gf^lbc uud 3 woi Bläthen nnt^raacht worden. Dte Rwnttate der Beobacbt' nugeu Buden s!ch im Folgenden {lben<iehtlich samninien g«8ti>Ut. Hi«EU mm nncb bemerkt weixleu, d«sa nUKefwh di(^ Hälfte (alle mit * bexpichneten) Bläthon Gortenpflaiteen sind, die äbrigen dagegen der Ptora augehören. Was di nturen l{«itl:ti')iieii l>etril)l. m ixl kh i^rwnhnt-n. da» di««elb«o nicht in allfn Fallen immer gleich eutwhieden dentlicb anftretm; die EtAtbaug d«fi em|itiiidlicb«u blauen Lakiu papisres zeigt »ich iu si-hr wecbmlmli-ii Abalnfiingen. A anCTaUendsten und xtärioiteii erscheint die eaore K«aktio: bei boehrothea nnd ineunigrotben BIUtb<>n, nicht nind bei den nebenbei in den Kreis der Unterancbimg gebogen' gellxtu und weissen ßltlthen. Die sauere Reaktion der blauen, theilweise aiicb dt-r vtolellvn, l>i-sonder« der bUuviolett«n BlUthen itit bedeutend scbwäcbcr. als di-r bocbrotben, immer noch dentlicb. Eine vollkommen nentrale wlcr sog: ftcbwucb alkalische Ueaktion balx-n wir in allen hier auf-: gefnbrteu Proben roreiigKwet*<* nur an blauen BlUthen v beobachten Gelegenheit gehabt, and «war in 10 Beiipielon Dagegen aber auch bei drei viuletlen und rothen Blätbea nämlich hei OitmpMnubt repnncnloidiit (hell violett), Prittma tocarpus Hpeculum (purpurviolett) und tviw doa Aanatlendste int bei den hochmtben PlUgeln vo» Pinun sativnm.

!*> folgt nun die iibenichtlicbe ZnAinmtnstellnng di bifiber au8gufnbrt«n Versnchaproben.

Blane Rlnthetu

(lUaklton maitr.)

'Aconitum Napelltw (diinkflblau). *Agfratum imperial dwarf (blau). *Bor«go orficinalis (lasurblaa). *l^mpauula prramydnliN (himmelblau).

'*

Vogd: Veber Sänrereakfion der BliUhtn. 21

üunpuiak persicifolia (heltbku).

CkboTiiim latybns (himmelbluü).

*Cineraria hybrida (duokelblan).

(^at&oreA IjHDOs (himmelblau).

*CoaTolTulo8 Mauritianas (hellblau).

CvDoglossum officinale (laKorblaa),

Delphiniom ConsoUda (blau).

'DelpliioiuBi fbrmosam (dankelblan) schwach eaaer.

Eckinm vulgär« (blau).

'Beliotropiiim peruriaDiun (blaa),

Hedicago satiTa (blau).

VfOKitis palustris (bimmelblan).

*!figelia damaeceDa (hellblau).

Poljgala amara (blau)

Pnmella Tulgsris (blan).

Salm prateBsis (veilchenblau).

änecisa pratensis (blau).

IVadtscaDtia virgiuica (blau;.

Veronica triphyllos (blau).

'Viola comnta (bellblan).

'Viola tricolor maiima (hellblau).

•Vinca minor (hellblau).

Veronica Chamaedrys (schön blau).

Verouica agrestis (weiss und blau).

Violette Blütheu. 1^ Sauere Reaktion.)

*Hesperis matroDalis (lila). Linaria Cymbalaria (hell violett). Solanum Dulcamara (violett). *Viola tricolor maxima (dnnkelriolfltt).

22 SiUung der «ua\.-iiktf*. Cla»*^ am 4. Januar tS70.

Bothe BlQtheo. (SoucT» R«aktion.)

Acbille» MillRfoliiitn Viirietüt: vom. Anaftallü arwosü (menotgrothj. *Aut1ea poiitica (roth). *Celo.«i& criütaU (donkelrotb). Centaur«» ^^bioM (purpurrotfa). "CUrkia pnicbella (roÜi). CoiivoIvqIus arvensis (ron). CoronilU vuria froM nnd weiis). •Cuphea miniate (roth). *C7elaiueD enropaeiim (rom). EMftnÜiiu CArthufiinnornni (blotrotb). *Dtet]rtra spectabil» (rosa). *IKgit«li« purpurea (roth). *EpacrU purparasoeuB (rosa). •Pachsia (roth). Famaria ofScinali« (rom). OenuiniD Robertianum (ron), *Inipati«iui BatsamiiiG (roÜi). Latnism pnrpareum (roth;. Lamiuu) maoalatuin (roth). 'Lantana (roth).

Lyehnis Dos cncuU (äeiscbroth). Lyehnü Uithago (pnrpurroth). *Ljcbi)is cliuketlomca (fpncrrotb). Lycitun barbaniin (pnrpnrroUi). Malva rotviudifolia (roa*). *ll«troa)dero« icmperSorens (roth). Papaver Rhoew (hlotroth) FapaTer aotnuiferDm (roth). Ooobrjchts ntiTs (roaa). Pliafleolofi malUflorus (hochroih). 'Pelugonittm Soarlei (roth).

Yoga.- Ufber Säitrereaktwn der Blüthen. 23

*BoM e«ntifolia Crotb),

*äleDe Anneria (rotb).

SjmpbytDm officinale (purpurrotb) ecbwacb saner.

Sticb;^ palnstris (purparroth). "

ätichji sflvatica (purpurrotb).

ThTmaB Serpyllnm (belbroth).

Trifolium agrestis (parparrotb).

TropMolum cocciDeum (mennigrotfa.)

*Verbeoa hybrida (roth).

Verbena officinalie (lieblich blassroth).

*ZiiiDiii elegana (roth).

Blaue Blätben. (Alkalische oder neutrale Reaktion.)

Cimpuinla glomerata (veilchenblaa).

Cimpuiala rotundifolia (hochblau).

*CoiirolTt]lQs bicolor (blan nnd weiss).

'Hjnopus officinalia (blau).

'LtiiDiD perenne (blau).

'IdDum Syriacum (blan).

'Lobelia erlnns (blan).

^via nobilis (blan).

'Verbena bybrida (blau).

'Viola tricolor maxima (dunkelsammetblan).

Violette Blfltben. (Alkalische oder oentrale Reaktion.)

üunpannla rapunculoides (hellviolett). Priimatocarpus Specnlnm (pnrpnrviolett).

Rothe Blfliben. (Alkalische oder nentnUe Reaktion.) Die rothen FtSgel von Piaum sativnin.

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aktmmf 4*r 9mth.fkf». Com «m 4.

»09.

Gelbe BlBtben. (BenUioD Antbcnü ttMtora. *C4ÜeeoUria («cbvadi im im) Galigm Temni. Ljrünulö» nnmalBm. liotiu oomkntBttw. Poteatilk Kptun. *BoM eevtifeUa (selb). Vlriiueinii niffnuB.

(BrnktiOB

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W»ii»e Blatfaen. 'Bora^o ofBdnftlis. Vsri«t«t, 'Boas GentHolis.